Ein gemütliches Wochenende in Kiruna

Einfach mal ein paar Tage weg von allem, bevor wir uns 6 Monate nicht sehen, das war unser Vorhaben und so fuhren wir am Samstag Spätnachmittag nach Kiruna.

Im Hotel, Scandic Ferrum, angekommen, checkten wir ein und gingen ein wenig durch das kleine Städtchen spazieren. Zu sehen gab es nicht viel und an einem Samstag Abend war alles schon geschlossen.
Somit verbrachten wir einfach einen schönen Abend im Hotel mit einer ATEMBERAUBENDEN Aussicht von unserem Zimmerfenster auf die Mine.

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Am nächsten Morgen, nach einem riesigen und leckerem Frühstücksbuffet, vertraten wir uns die Beine ein wenig und schauten, was die kleine Stadt so alles zu bieten hat.

Wir schafften es sogar zum Rathaus und zur Kirche. Das Rathaus selber hat mich nicht umgehauen. Der Kirche schenkten wir schon etwas mehr Beachtung. Sie zählt zu den schönsten Kirchen Schwedens und wurde zwischen 1903 und 1912 erbaut. Der Baustil vereinigt amerikanischen Holzstil mit norwegischem Stabkirchen und samischen Koten.

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Danach gingen wir noch zu einem Park von wo aus man einen schönen Blick auf die Mine hatte – auch wenn das Wetter nicht das schönste war.

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Um 15Uhr war es dann soweit und wir  taten etwas, was wirklich typisch touristisch ist und machten eine Tour in die Mine mit.

Es handelt sich hierbei um die grösste natürliche Eisenerzader der Welt. Sie ist 80m breit, 4km lang und mindestens 2km tief (weiter hat man noch nicht geforscht). Seit den Anfängen wurde mehr als 1 Billionen Tonnen Eisenerz abgebaut und der momentane Level liegt bei 1365m.

Zudem zählt sie zu einer der sichersten Minen der Erde.

Wir fuhren mit dem Bus unter Tage, denn unter dem Berg Kiirunavaara (Schneehuhnberg), gibt es ein richtig ausgebautes Strassennetz, damit die Arbeiter gut zur und von der Arbeit weg kommen.

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Wir stoppten auf der Besucheretage und unser Guide gab uns zuallererst Helme, die wir die ganze Zeit tragen mussten und gab uns eine kurze Einführung, bevor wir umhergingen und alles haargenau erklärt bekamen. Vom Abbau, über die Verarbeitung und Verschiffung.

Dazu sahen wir einen Film über LKAB (die Firma der Mine) und es gab etwas Kaffee und Kuchen bevor wir noch etwas Zeit hatten das Museum auf eigene Faust zu erkundschaften.

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Schröder war auch mit dabei und ich habe sogar mal dran gedacht ein Foto von ihm zu machen.

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Ein weiterer interessanter Fakt zu der Mine ist, dass Kiruna in den nächsten 10 Jahren komplett umziehen muss. Wieso? Weil es sonst im Erdboden versinkt. LKAB wird dafür sämtliche Kosten übernehmen und die Leute können sich sogar aussuchen ob sie lieber ihr altes Haus mitnehmen wollen oder ein komplett neues wollen. Wirklich faszinierend.

Wieso es im Erdboden versinken würde? Die Seite von der Erzader in welcher nicht gearbeitet wird rutscht immer weiter nach unten, da Eisenerz abgebaut wird und Geröll nachrutscht um den Berg stabil zu halten. Und da ist Kiruna leider im Weg je tiefer man kommt.

 

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Abends gönnten wir uns etwas feines. Ein Essen in „Mommas Steakhouse“, direkt neben unserem Hotel. Das war ein Gaumengenuss der Extraklasse. Ich habe in den letzten Jahren nie ein Steak gegessen welches soooooo lecker war. Nur zu empfehlen.

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Alles in allem war es ein super Wochenende und ein schöner Abschluss, bevor wir morgen und übermorgen dann ausziehen und ich am Donnerstag nach Hause fliege.

Martin hat jetzt übrigens auch ein weblog. abbythesleddog  schaut doch mal vorbei 🙂

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3 Gedanken zu “Ein gemütliches Wochenende in Kiruna

  1. minibares schreibt:

    Was für ein interessantes Wochenende, liebe Mel.
    Super Fotos, von der Stadt in der Nacht, die Kirche sieht echt wundervoll aus. die gefällt mir sehr.
    Die Fahrt in die Mine war eine gute Idee, danke für die tollen Infos.
    Schade, dass Kiruna absinken wird. So ist es auch hier im Ruhrgebiet – manchmal. Hier füllen sie die Lücken auf…
    Hach, wir waren auch gerade essen, mit Steak und so, lach.
    Aber das schaut echt lecker aus. Ich habe kein Foto gemacht, Ihr sogar beide.
    Mein Handy hat auch eine blaue Schale….
    Gute Reise nach Hause ♥
    Bärbel

    • carinzil schreibt:

      Hallo Bärbel,

      danke für deinen lieben Kommentar.
      Es ist ja sogar in Köln so, dass ab und an ein Stück Stadt einbricht…. aufgrund der U-Bahn linien….
      Aber schon heftig, dass LKAB alles bezahlen wird… so wertvoll scheint Eisen zu sein… obwohl… wir haben auch gelernt, dass 1 Tonne Eisenerz ungefähr 150EUR wert sind… also fast nichts…

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