Leonhard Seppala

Junosuando ist eine Ortschaft direkt an Kangos angrenzend hier in Schweden. Dort steht ein Denkmal von Leonhard Seppala. Die meisten von euch werden mit dem Namen bestimmt nicht viel anfangen koennen – diejenigen die sich mit Schlittenhunden und ein wenig geschichtlichen auseinandersetzen sollte er jedoch ein Begriff sein.

Das Denkmal steht dort da seine Eltern gebuerdig von dort waren, er selber ist in Norwegen aufgewachsen und ist 1910 nach Amerika ausgewandert um Sibirische Huskies zu gruenden. Doch das ist nicht wofuer er bekannt geworden ist.

Ich werde die ganze Geschichte hier nur kurz anreissen – wer sich aber mehr dafuer interessiert dem empfehle ich waermstens folgendes Buch zu lesen: Nordwestwaerds nach Nome

Nome ist ein kleines Dorf ganz im Nordwesten von Alaska. Dort brach 1925 eine Diphterieepidemie aus, noch dazu im Winter wo das Dorf nur per Schlittenhunden und Flugzeug erreicht werden konnte. Flugzeug jedoch auch nur, wenn die Bedingungen dazu ideal waren da es damals noch nicht so viele Mittel gab.

Leider gab es in Nome nicht genuegend Antiserum fuer alle Kinder und um ein groesseres Desaster zu vermeiden musste man das Antiserum irgendwie von Nenana nach Nome bringen – 1085km. Dazu bereit erklaerten sich 20 Musher die mit ihren Hunden einen Staffellauf aufstellten um das Serum schnellstmoeglich fortbewegen zu koennen – nach nur 5 1/2 Tagen erreichte das Serum seinen Bestimmungsort.

Seppala sollte in Shaktoolik uebernehmen, jedoch konnte man ihn nicht erreichen und erst als er durch Zufall auf Ivanoff traf, der das Serum gerade transportierte, konnte er den Trail uebernehmen. Trotz des schlechten Wetters entschied sich Seppala mit seinem Leithund Togo dafuer ueber das offene Eis durch den Sound zu fahren anstatt den sicheren Weg aussenherum zu gehen.

Er legte von allen Mushern mit 146km die weiteste Strecke zurueck. Jedoch wurde Gunnar Kaarsen mit seinem Leithund Balto (gleichnamiger Film) mehr Aufmerksamkeit geschenkt, da dieser die letzte Staffel zurueckgelegt hat. Allen anderen Mushern wurde leider gar keine Aufmerksamkeit geschenkt obwohl es ohne sie nicht moeglich gewesen waere diese Strecke zurueckzulegen.

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