Akaskero – Luleå 282km

Um 7Uhr klingelte der Wecker vom Liebsten und natuerlich lies ich es mir nicht nehmen mit ihm auf zu stehen und ein letztes mal fuer die naechste Zeit mit ihm zu fruehstuecken. Danach hiess es restliche Sachen zusammen packen, irgendwie mehr schlecht als recht ins Auto stopfen und noch ein paar Leuten tschuessi sagen.

Ueber Nacht hatte es ueberraschenderweise ca. 20cm Neuschnee gegeben und ich denke ich kann es nicht als fahren bezeichnen was ich da auf der Strasse getan habe.

Ich rutschte von links nach rechts und sah dass es mir alle Autos gleich taten – lag also nicht allein an dem Fakt, dass ich keine Spikes mehr drauf habe.

Erster Stop Akaslompolo K-Markt. Geld holen, Red Bull und Kaugummis fuer die Konzentration kaufen. Bis dahin kam ich allerdings schon nicht ohne den ersten Zwischenfall. Ich wollte um eine Kurve rum und fuhr nur vielleicht 20km/h… trotzdem habe ich erstmal den Schneehaufen in der Kurvenaussenseite geknutscht. War aber halb so wild, bin sogar alleine wieder raus gekommen.

Auf dem Weg von Akaslompolo nach Kolari dann der naechste Rutsch-Zwischenfall. Diesmal war nicht ich betroffen sondern ein LKW der einmal quer ueber die Strasse stand. Gut hatte der Fahrer sich zum rutschen eine Haltebuchtstelle ausgesucht und so konnte man schoen an eben diesem vorbeirutschen durch eben diese Bucht hindurch.

Somit brauchte es mich schonmal 2 Stunden nach Kolari – neuer Langsam-Rekord. Noch schnell getankt und ab gings ueber die Grenze nach Schweden – bye bye Finnland.

Die naechste Zeit verlief ziemlich unspektakulaer und ich hatte einfach nur eine riesen Langeweile waehrend dem fahren. Das einzige „Highlight“ zwischendurch war der Zeitpunkt an dem ich den Polarkreis ueberschritt und mich wieder unterhalb befand. Da quaelte ich mich auch direkt mal aus dem Auto um ein Foto zu machen, trotz des miesen Schneeregens draussen.

Kurz darauf, die Strassen nicht mehr ganz so rutschig wie noch in Finnland jedoch voller Schneematsch, ein grosses Polizeiaufgebot und ein LKW der nicht einfach nur quer stand sondern einmal voll geknautscht im Schnee lag. Da hiess es dann erstmal warten bis man von den Polizisten ein „okay“ bekam um vorbei zu fahren. Sah ganz schoen ungemuetlich aus.

In Lulea angekommen suchte ich erstmal das Hostel in welchem Michael (ein ehm. Gast von mir) und ich heute uebernachten werden. Nachdem ich 3x um den Block gefahren bin und nichts gefunden habe und mich darueber aufregte, dass es so viele Ampeln und Menschen in einer Stadt gibt, gab ich auf und fragte an einer Tankstelle. Die Frau wusste es selber nicht so recht und fragte die Dame die hinter mir an der Kasse stand. Die wusste Bescheid und fuehrte mich in die richtige Richtung.

Das Hostel ist ganz okay. Nicht gerade das sauberste und auch nicht gerade das heimeligste, aber fuer eine Nacht ist es schon okay. Ein 6-Bett Zimmer. Bis jetzt Michael, ich und noch ein Schwede – im Moment scheint nicht so viel los zu sein. Schade – ich lerne gerne andere Reisende kennen.

Obwohl es draussen ziemlich ungemuetlich am regnen war wollte ich es mir diesmal nicht nehmen mir wenigstens mal die Stadt anzuschauen. Also lief ich los zum Zentrum (nur 15 Gehminuten vom Hostel entfehrnt) und holte mir etwas Geld ab um ein paar Kronen in der Tasche zu haben.

Ziemlich schnell merkte ich, dass Lulea nicht wirklich was zu bieten hat und mir wurde unglaublich langweilig. Also suchte ich mir ein Cafe, trank einen Cappuchino, studierte die Karte wie ich am einfachsten nachher zum Flughafen komme um Michi abzuholen und las in meinem Buch bevor ich wieder zurueck ins Hostel ging um mit meinem Liebsten zu skypen und mich eine Runde aufs Ohr zu hauen.

Morgen nach Sundsvall mit hoffentlich besserem Wetter.

Kioskpiraten? – Sind die gefaehrlich?

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